Masaya Eguchi working

Entdecken Sie Masayas Malerei und Mixed Media Werke

Hat man das Glück, den japanischen Künstler Masaya Eguchi in seinem Atelier in Barcelona zu erleben, ist es, als besuche man die Werkstatt eines Kunsthandwerkers, der mit extremer Sorgfalt und viel Geduld seine Stücke fertigt. Die Art, wie er die verschiedenen Materialien und Werkzeuge benutzt, lassen die Zeit scheinbar stehen bleiben und geben uns Zutritt zum Universum seines künstlerischen Schaffens.

Obwohl Masaya die Welt bereist hat, hat er sich den mit seinen kulturellen Wurzeln verwebten Stil bewart. In vielen seiner Werke scheint er Holz subtil zu falten, als wäre es formbar wie Papier und erzeugt mit seinen Effekten minimalistische Werke in Balance. Immer auf der Suche nach neuen Texturen, kombiniert er natürliche Pigmente zum Beispiel mit Holz und produziert oft dreidimensionale Stücke auf der Suche nach einem zweidimensionalen visuellen Effekt.

Eguchi's Studio

In seiner neuesten Serie „Drawing“ schafft der Künstler Collagen auf Papier. Er konzentriert sich auf geometrische Kompositionen, die aus sehr dünnen Holzplatten und dicken polychromen Farbschichten bestehen. Meisterhaft findet Masaya das Gleichgewicht zwischen diesen beiden Materialien. Er verwendet die quadratische Form und traut sich dabei, die gerade Linie zu verlassen, in dem er scheinbar zufällig lose Pinselstriche zufügt.

Der Künstler erzählt uns, dass er versucht, einen einmaligen Stil mit einer ganz eigenen, neuen Sprache zu entwickeln. In seinen Werken erkennen wir seine persönliche Symbolik, die immer wieder zu Abstraktion neight, durch die man ihm seine Werke eindeutig zuordnen kann.

Tools

In seiner Werkstatt belgeiten wir ihn bei seinem Schaffungsprozess. Masaya beobachtete seine Werke aufmerksam, dreht sie in alle Richtungen, bleibt stehen, um sie erneut zu beobachten und dreht sie wieder. Findet er, dass eine Seite unvollständig ist, fügt er einen weiteren Pinselstrich hinzu, bis er das Werk von allen Seiten für abgeschlossen hält. Auf die Frage, warum er diesen Schaffungsprozess gewählt hat, antwortet Masaya, dass seine Werke keine eindeutige Ausrichtung haben und in alle Richtungen aufgehängt werden können - aus diesem Grund unterschreibt der Künstler seine Arbeit auf allen vier Seiten.

Der Künstler trägt die Akrylfarbe nicht wie erwartet direkt auf der Collage auf, sondern lässt die Farbstriche und Klekse erst auf einer Plastikunterlage trocknen. Dann löst er sie ab und legt die getrockneten Klekse auf seinen Schreibtisch, wählt sie einzeln aus und bringt sie vorsichtig und progressiv auf den zweidimensionalen Elementen seiner Werken an.

Künstler zu sein heißt für Masaya, die Freiheit zu finden, etwas Einzigartiges zu tun und einen eigenen definierenden kreativen Stil zu entwickeln.

Seine Art zu arbeiten vermittelt dem Betrachter Frieden und Gelassenheit. Sowohl der Künstler als auch seine Werke lassen uns ein perfektes Gleichgewicht zwischen Chaos und Ruhe spüren, etwas, das heute sehr schwer zu finden ist.



Wir freuen uns, unseren Kunden und Sammlern eine Zusammenarbeit mit dem japanischen Künstler Masaya Eguchi vorzustellen. Exklusiv für unsere Kunden, können Sie die Werke der Serie „Drawing“ jetzt über Artig Gallery erstehen.


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Interview


Wann und wo haben Sie sich entschieden, Künstler zu werden?
Während des Kunststudiums. Kurz bevor ich mit dem Studium begann, wollte ich Autodesigner werden! Aber Stück für Stück entdeckte ich die Welt der plastischen Kunst und entschied mich für ein Leben als Künstler.

Welches war Ihr erstes Kunstwerk?
Ich erinnere mich nicht genau an diese Zeit, aber ich weiss noch, dass es eine Malerei war.

Warum haben Sie sich entschieden, nach Spanien zu kommen?
Ich wollte weg von Japan und sehnte mich nach einem anderen Ambiente. Barcelona kannte ich schon von Reisen und die Stadt hat mir schon immer gut gefallen.



Masaya, was hast du heute Morgen gefrühstückt?
Pfannkuchen, Kaffee und Orangensaft.

Wen bezeichnest du als deinen Helden?
Meine Kunstlehrerin als ich noch Klein war.

Welche Ausstellungen hast du in letzter Zeit besucht?
Ich war auf der Bienale in Venedig und besuchte die Ausstellung von David Hockney im Pompidou in Paris. Hockney fasziniert mich, weil seine Werke mir immer etwas Neues zeigen. Trotz seines Alters probiert der Künstler immer etwas Neues aus und er ist sehr aktiv. In seiner Ausstellung vermischte sich Kunst mit Technologie. Diese Anpassungsfähigkeit an die Moderne finde ich faszinierend.

Welches sind deine Lieblingsstädte in Europa?
Barcelona und London. Die Menschen in Barcelona sind lustig und voller Leben, in Tokio sind die Menschen immer müde, die Arbeitszeiten sind extrem lang und man hat kaum Zeit, das Leben zu genießen. An London fasziniert mich die Mischung aus Geschichte und Moderne, es gibt immer Neues zu tun aber gleichzeitig spielen die Vergangenheit und die Erhaltung emblematischer Gebäude eine große Rolle.

Deine Lieblingskunstbewegung?
Mono-ha ist eine japanische Kunstbewegung der sechziger und siebziger Jahre. Den Expressionismus mag ich auch sehr. Ich fühle mich angezogen von vielen Dingen die ich sehen, aber diese beiden Bewegungen inspirieren mich als Künstler.

Deine 3 Lieblingskünstler?
Antoni Tàpies, David Hockney , Cy Twombly.
Antoni Tàpies zieht mich besonders an. Als ich noch studierte begann ich mich für sein Werk zu interessieren. Tàpies Stil ist stark beeinflusst von der japanischen Kultur und er wiederum beeinflusst mich bei der Schaffung meiner Werke.

Wann schaffst du deine besten Werke?
Ganz klar: am Morgen. Ich arbeite gerne mit natürlichem Licht, auch wenn es nicht sehr hell ist, ziehe ich das Licht, dass durch mein Fenster kommt einem künstlichen helleren Licht vor. Und dafür liebe ich Barcelona: die Sonne hier so scheint oft!

Was inspiriert dich?
Alles inspiriert mich, aber ich erzähle dir eine Anekdote. Ich besuchte eines Tages eine Ausstellung, in der eine alte Landkarte zu sehen war und ich dachte: „Diese Karte könnte zur Malerei werden...“. Ich bin immer auf der Suche nach wirklichen Elementen, die sich in Kunst verwandeln lassen. Nehmen wir zum Beispiel diesen Holztisch vor uns, wenn ich ein Stück abschneiden würde, könnte ich es in Kunst verwandeln...das ist etwas komplex, vielleicht musst du die Welt durch meine Augen sehen, damit du verstehen kannst, was ich meine (lacht).

Beschreibe deinen künstlerischen Stil in 3 Worten:
Kurven, abstrakte Linien und die Mischung von Texturen.

Welchen Tipp würdest du einem aufstrebenden Künstler geben?
Sei immer auf der Suche nach Freiheit, wenn du malst, nur so schaffst du einen eigenen Stil und Diskurs. Die Meinung etablierter Künstler ist nicht immer die Richtige, aber vergiss nicht, dass es beeindruckende Künstler gibt, die es Wert ist, kennenzulernen. Inspiration und Lehre finde ich in den Werken, nicht so sehr in dem, was andere Künstler erzählen.

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