Die Kunst Japanischer Malerei

Die Werke der japanischen Künstlerin können als eine Explosion von Leben definiert werden, die uns in einen Zustand des konstanten Frühlings versetzen. Ihre Werke gehen über die Ästhetik hinaus und bergen tiefere Bedeutungen. Mari's Arbeit ist gekennzeichnet von ihrem Interesse das Unterbewusstsein zu enthüllen und ist, laut der Künstlerin, auf dem “Ursprung des Verlangens” fundiert. Zu Beginn ihrer Karriere, entdeckte Mari ihre Leidenschaft für die Theorie des Unterbewusstseins von Sigmund Freud. Anschließend ergründete die Künstlerin diese Theorie in malerischer Art und konzentrierte sich auf das, was sie den “Ursprung des Verlangens” nennt. Obwohl sie die verschiedensten Materialien und Techniken für ihre Arbeiten anwendet, zieht sich diese Verbindung zum Unterbewusstsein durch die Gesamtheit ihrer Werke.

Die Wahl der oft vorzufindenden floralen Elemente in ihren Gemälden basiert auf einem japanischen Sprichwort: wenn Jemand in Japan "eine Blume hat", bedeutet es, dass Der- oder Diejenige Charme hat. In diesem Sinne, kann eine Person “eine Blume haben” oder auch nicht. Für Mari, repräsentieren ihre blumigen Kompositionen ganz bestimmte Stimmungen und Gefühle. Laut der Künstlerin“gibt es viele Arten von Menschen und viele Arten von Blumen: feine, starke, mit Dornen, etc. Genau das möchte ich mit meiner Arbeit vermitteln.“ Deswegen bergen nicht Alle ihrer Werke eine positive Bedeutung, da Mari beim Malen jede Emotion zulässt und nicht abwehrt.



Die Künstlerin erzählt uns, dass Emotionen auszudrücken und auszuleben, etwas sehr Ungewöhnliches in Japan ist und sogar verpönt wird. Die Suche nach Gefühlen, von den Positivsten bis hin zu den Seltsamsten, hat sie dazu geführt, die Tiefen des Menschen zu ergründen um Emotionen in Gemälden darstellen zu können. Zweifellos, eine wahre künstlerische Herausforderung.



Heute fokussieren sich Mari’s Werke auf Symmetrie und Balance. Sie strebt nach einem ästhetischen Gleichgewicht, basierend auf den symmetrischen Wiederholungen von Figuren, ohne ihre florale Stilistik und ihr Interesse an dem Unterbewusstsein, welche ihre Werke charakterisieren, zu vernachlässigen.

Wir hatten die außergewöhnliche Gelegenheit Maris Studio in Barcelona zu besuchen. Sie lebt und arbeitet in kollektiven Räumlichkeiten, wo auch sieben weitere Künstler tätig sind. Mari entdeckte diese Lokation vor neun Jahren und seither wurde es zu ihrem Rückzugsort und Zuhause. Bereits beim Eintreten, vermittelt ihr Studio Frieden und eine große Leidenschaft zur Kunst. Die Dekoration, Einrichtung und der Aufbau des Studios stellen dar, wie die Künstlerin arbeitet und lebt. Mari zeigte uns einen langen Schreibtisch, woran sie den Großteil ihrer Zeit verbringt. Sie präsentiert uns außerdem einen breite Auswahl an japanischen Pigmenten verschiedenster Farben und Texturen, die sie in ihre Werke integriert. Laut Mari kommen die meisten dieser Pigmente aus Japan, da die exakten Farbnuancen, die die Künstlerin verarbeitet, selten in Europa zu finden sind.



Mari arbeitet mit Geduld und Präzision. Ihre Kunstwerke gleichen einer Welt voll farbenfroher Vorstellungskraft, wo immer neue Ausdrucksformen entdeckt werden.

Wir freuen uns sehr, unseren Lesern und Kunstsammlern eine exklusive Zusammenarbeit mit der japanischen Künstlerin Mari Ito vorstellen zu dürfen.
Die kuratierten Malereien und Aquarelle sind ab jetzt exklusiv bei Artig Gallery erhältlich.



Zu Mari Itos Kunst

Interview


Wo und wann haben Sie sich dazu entschlossen, Künstlerin zu werden?
Als ich klein war, wollte ich bereits Künstlerin werden. Ich kann mich nicht an den genauen Zeitpunkt oder Ort dieser Entscheidung erinnern, aber ich wusste es seit meiner Kindheit. Ich habe es immer geliebt zu malen. Als ich fünfzehn Jahre alt war, musste ich entscheiden, was ich studieren wollen würde und ich wählte die Schönen Künste. Meine Eltern haben meine Entscheidungen immer unterstützt.

Wie sind Sie zu dem Entschluss gekommen nach Spanien zu kommen?
Zuerst wollte ich in Wien leben und studieren, da ich begeistert war von einer österreichischen künstlerischen Bewegung aus den 60er Jahren. Aber als ich in Wien war, realisierte ich, dass mir die Stadt nicht gefiel und ich den Ort wechseln musste. Außerdem wollte ich Japan verlassen und andere Länder sehen. Als ich meinen Galeristen in Japan fragte, empfiehl er entweder Barcelona oder Lissabon. Am Ende wählte ich Barcelona.

Welcher ist Ihr Favorit unter den künstlerischen Bewegungen?
Mmm ... Vielleicht die Katalanische Moderne, sie gefiel mir immer, besonders in der Architektur.

An welchen Projekten haben Sie dieses Jahr gearbeitet und welche neuen Features würden Sie gerne mit uns teilen?
Das vergangene Jahr, nahm ich an verschiedenen Projekten in Barcelona teil, es war ein intensives Jahr! Eines von ihnen war die Entwicklung eines permanenten Wandgemäldes in der Metro Station "Universitat" - ein tolles Projekt.
Dieses Jahr habe ich einige Muster für Kimonos im Yukata-Stil designt und im Mai kommen sie auf den Markt. Außerdem werde ich Ende diesen Jahres in New York ausstellen, ich bin sehr aufgeregt!

Mari, was haben Sie heute gefrühstückt?
Pfannkuchen! Ich liebe Pfannkuchen! Sie sind mein Lieblingsfrühstück und ich bereite sie zu, so oft ich kann. Heute gab es dazu Kaffee und Saft.

Wer ist Ihr Held?
(Lacht). Um ehrlich zu sein, ich habe nie darüber nachgedacht!

Welche ihrer Eigenschaften würde Andere wohlmöglich überraschen?
Eine weitere schwierige Frage! (Lacht). Meine Freunde sagen immer ich sei sehr optimistisch. Mein Freund Eguchi sagt, dass ich nicht besonders japanisch wirke! In der Regel sind japanische Frauen sehr schüchtern und ich bin es eben nicht (lacht). Ich glaube ich habe eine sehr positive und fröhliche Mentalität.

Wohin sind Sie zuletzt gereist?
Zuletzt bin ich zur Biennale Venedig und nach Paris gereist.

Was machen Sie in Ihrer Freizeit?
In der Regel habe ich nicht viel Freizeit, falls doch, liebe ich es zum Essen auszugehen oder auf einen Drink mit Freunden. Ich genieße es auch in der Natur zu sein, sie inspiriert mich und natürlich auch mit meinem Hund spazieren zu gehen, obwohl dies mehr eine Pflicht ist (lacht). Meine Freizeit ist meistens verbunden mit meiner Arbeit.

Wer sind Ihre 3 Lieblingskünstler?
Ich liebe Bosch. Aber auch Domenech i Muntaner, sein architektonischer Stil fasziniert mich. Ich mag auch Nobuyoshi Araki… Eigentlich hängt es sehr von meiner Tagesform ab. Heute sind es diese drei Künstler, und morgen schauen wir mal… (lacht).

Was inspiriert Sie?
Wenn ich in der Natur laufe, wenn ich esse... Es gibt viele Dinge im Leben, die mich inspirieren.

Beschreiben Sie Ihren künstlerischen Stil in 3 Worten.
Eine Explosion von Energie, Freude und Geduld.

Ihre Tipps für aufstrebende Künstler?
Ich denke das Wichtigste ist niemals mit dem Malen aufzuhören. Sobald man aufhört, ist es viel schwieriger wieder damit zu beginnen. Wenn ein Künstler ununterbrochen Werke kreiert, wird er oder sie sicherlich dort ankommen, wo er oder sie ankommen möchte.


Zu Mari Itos Kunst